»Es ist wie es ist« – Gegebenheiten die wir nicht ändern können akzeptieren

Hin und wieder sind wir alle in unserem Leben mit Gegebenheiten konfrontiert, die uns nicht gefallen, die nicht unseren Vorstellungen entsprechen, die unsere Pläne durchkreuzen, mit denen wir uns aber arrangieren müssen.

Wenn die Sonne nicht scheint, dann scheint sie eben nicht!

Ich bin Anhänger der Theorie, dass unsere Gedanken unsere Realität formen, glaube nicht an Schicksal. Aber egal wie sehr wir uns die richtigen, positiven, konstruktiven Gedanken mache, wie sehr wir uns in positivem Denken üben, ob es regnet oder die Sonne scheint, das können wir nicht beeinflussen.

Und nicht nur das Wetter, auch viele andere äußere Umstände entziehen sich unserem Einfluss. Und je weniger wir solche äußeren Umstände beeinflussen können, um so destruktiver und psychisch ungesünder ist es mit ihnen zu hadern. »Es ist wie es ist«, akzeptieren und das beste daraus machen!

Ungesunde »Hätte, wäre, wenn«-Gedanken

Nehmen wir mal an, wir haben als stressgeplagter Angstpatient nach Monaten der Angst vor dem Bahn fahren beschlossen heute unsere erste Exposition in Angriff zu nehmen – und dann fährt aufgrund eines spontanen Streiks, Störungen im Betriebsablauf oder Temperaturen außerhalb des Bereichs für den unsere modernen deutschen Schienentransportmittel konzipiert sind – ca. 14°C-20°C – plötzlich kein Zug.

Sich nun Vorwürfe zu machen, den Versuch als gescheitert anzusehen, die Angst als so übermächtig anzusehen, dass sie auf verschlungenen Wegen die Bahnen nicht fahren lässt um uns eins auszuwischen, ist der psychischen Gesundheit alles andere als zuträglich. Dumm gelaufen, aber es ist wie es ist!

Umstände hinnehmen und das beste daraus machen!

Viel zielführender ist es, in einer solchen Situation die Umstände zu akzeptieren, zu analysieren und dann das beste daraus zu machen. Bezogen auf das Beispiel mit der geplanten ersten Zugfahrt nach Monaten der Angst könnte man nun statt dessen überlegen welche Aufgaben der Angstbewältigung man in Angriff nehmen kann, wenn man denn eh schon am Bahnhof ist.

Hat man vielleicht auch Angst vor größeren Menschenmengen? Vor längeren Aufenthalten an öffentlichen Plätzen, oder dergleichen? Warum nicht den Weg zum Bahnhof, statt ihn als gescheitert anzusehen, nutzen, um sich in einem Café im Bahnhof einen Cappuccino gönnen? Womöglich schafft man hier sogar zwei Fliegen mit einer Klappe: sich eine Belohnung für den Versuch gönnen und zugleich an der Angst vor Menschen und öffentlichen Plätzen arbeiten?

Negatives zu positivem verkehren – DAS ist die Kraft des positiven Denkens

So zu agieren, aus den äußeren Umständen das beste zu machen, das ist eine gelebte Form des positiven Denkens! Nichts abstraktes, komplexes, sondern eine simple Anpassung des alltäglichen Denkens und Verhaltens die mit jeder Wiederholung unsere psychische Gesundheit und unseren Seelenfrieden stärkt. Unschwer zu verstehen, warum wir mit einer solchen Denkweise zufriedener und ausgeglichener durchs Leben gehen als wenn wir unsere Zeit damit vergeuden uns über Dinge zu ärgern, die wir nicht ändern können.

Ein Beispiel aus der persönlichen Praxis: wenn die Hexe schießt…

Während ich diese Zeilen zu Papier – bzw. zu WordPress – bringe, sitze ich mit schmerzgekrümmten Rücken vor dem Notebook. Ein Hexenschuss mit resultierender Schmerzskoliose setzt mit vorübergehend recht enge Grenzen, was die Gestaltung meines Alltags angeht.

»Schmerzskoliose«? Wer je eine hatte, dem muss man den Begriff nicht erklären, für alle anderen: statt in der Rückenansicht gerade zu verlaufen, macht die Wirbelsäule fröhliche Kurven, sieht von hinten wie ein S aus, die Hüfte hängt schief, und man fragt sich unweigerlich seit wann Hexen mit Panzerfäusten statt Pfeilen schießen. Extrem schmerzhaft und mitunter sehr hartnäckig.

Akzeptieren statt zu hadern

Seit gut 10 Tagen kämpfe ich nun also mit den Schmerzen, kann mich inzwischen wieder in gewissen Grenzen normal bewegen, es fehlt aber noch jeder Puffer um auch nur die kleinste ungewöhnliche Bewegung zu verkraften. Trotz aller erdenklichen Maßnahmen lässt sich die Heilung nur bis zu einem bestimmten Punkt beeinflussen. Gerade für das letzte bisschen Erholung, um wieder auch ungewohnte Bewegungen, Erschütterungen, langes sitzen am Schreibtisch oder auch bloß das fahren auf einer durchschnittlichen Berliner Straße mit Schlaglöchern in denen ein Smart verschwinden könnte verkraften zu können ist eine gewisse Zeit notwendig.

Homeoffice, Lektüre und aufgeschobenes

Nun könnte ich an der Situation verzweifeln und mich als ausgewiesener Workaholic rund um die Uhr ärgern, was an Arbeit in meinem Büro bei TONERDUMPING liegen bleibt. Ich gebe zu: das habe ich auch! Bis zu dem Punkt an dem in leuchtenden Lettern »Es ist wie es ist« vor dem inneren Auge erschien.

Ich kann aber auch einfach das beste daraus machen: Lesen, wozu sonst oft die Zeit fehlt. Mich fortbilden, beispielsweise mit Lehrvideos bei video2brain. Im Rahmen meiner Möglichkeiten im HomeOffice arbeiten. Die Zeit der Wärmetherapie zugleich für PMR nutzen, und so weiter und so fort…

Fazit: Hinnehmen und das beste draus machen

 

Egal welche Pläne wir haben, egal was uns dazwischen kommt, es gibt immer eine Möglichkeit aus den gegebenen Umständen das beste zu machen. Und wer dieses Denken konsequent anwendet, der wird im Alltag definitiv in vielerlei Form davon profitieren, sich besser fühlen, mehr erreichen und weniger grübeln. Ausprobieren!

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