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Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss

Angstpatienten sind oft Perfektionisten, schwer zufriedenzustellen und stellen an sich selbst sehr, sehr hohe Ansprüche. Natürlich sind hohe Ansprüche und Perfektionsstreben erst einmal nichts negatives. Allerdings stellen andere – wie z.B. der Arbeitgeber, Partner, Auftraggeber, Kunden, Freunde etc. – oft deutlich geringere Ansprüche, und man reibt sich unnötig auf, nur um den eigenen Maßstäben gerecht zu werden, obwohl man mit weniger Einsatz, Arbeit oder Zeit ein völlig ausreichendes Ergebnis erzielen und sich viel Stress ersparen würde.

Hohe Ansprüche verursachen ein hohes Stresslevel und sorgen für zu wenig Erfolgserlebnisse

Ich selbst bin z.B. gerade in meinem Beruf ein absoluter Perfektionist und Qualitätsfanatiker. Von mir selbst nur sehr schwer zufriedenzustellen, von anderen zumindest schwer. Ich verabscheue Pfusch und es fällt mir schwer Mittelmaß zu akzeptieren. Das war und ist einer der Gründe für ein sehr hohes Stresslevel. Denn im engen Korsett des Alltags lassen sich viele Dinge nicht in absoluter Perfektion realisieren und umsetzen, muss man sprichwörtlich auch mal »Fünfe gerade sein lassen«. Zudem teilen vielen Menschen die hohen Ansprüche nicht und können entsprechend vieles an Kritik und Unzufriedenheit nicht nachvollziehen. Woran man sich als Perfektionist stört, das fällt vielen selbst auf den zweiten Blick nicht auf.

Das Problem ist, dass man aufgrund der kaum erreichbaren eigenen Vorstellungen und Maßstäbe praktisch nie wirklich mit den eigenen und fremden Leistungen zufrieden ist. Erfolgserlebnisse stellen sich so kaum ein und man hadert praktisch immer mit allem. Kein Wunder, wenn sich das mittelfristig in Ängsten und Depressionen manifestiert.

Ansprüche an sich selbst und andere herunterschrauben – und sich viel Stress ersparen

 

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